Santiponce Itálica

Das Kulturerbe

Ein riesiges Vermächtnis, das es zu entdecken gilt

Archäologische Fundstätte von Lebrija

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Das Haus der Jugend in Lebrija wurde restauriert und mit den gefundenen archäologischen Resten kombiniert. Es handelt sich um zwei Gebäude, die über einen Hof miteinander verbunden sind, wobei die Hauptfassade erhalten und die Fassade im hinteren Bereich umgebaut wurde. 

Das Gebäude befindet sich gegenüber vom ehemaligen Rathaus und der Pfarrkirche Santa María de la Oliva, wo wahrscheinlich das alte römische Forum stand. Bei den Ausgrabungen hat man Reste aus der Zeit der Römer, der Westgoten und aus dem Mittelalter gefunden, wobei die älteste Schicht noch erhalten ist: ein römischer Straßenabschnitt mit dem dazugehörigen Kanalisationssystem und den angrenzenden Bauten. Die Idee des Projekts war es, eine Einheit aus dem Haus der Jugend und den archäologischen Resten zu schaffen, und zwar mit einer Übereinanderlagerung der historischen Schichten der Stadtentstehung. 

Das Zusammenspiel beider Teile in einem Gebäude und durch das Einfügen des Projekts in die Umgebung wird dazu beigetragen, dass man die Veränderungen in der Geschichte der Stadt leichter versteht. Für das Projekt wurde der Hof zwischen den beiden Gebäuden als Zugangsbereich erhalten und man hat die Front zur Straße hin optisch durchlässig gestaltet, sodass die Stadt an den archäologischen Resten teilhat. Über einen Spalt, der ringsum das Gebäude verläuft, und durch die Beleuchtung des Untergeschosses und den Steg, den man überquert, um in das Gebäude zu gelangen, werden die archäologischen Funde offen gezeigt, um sie in den Innenhof und die Stadt zu integrieren. 

Von den Resten kann man unter anderem die Herme mit Büste hervorheben, die aus der Zeit am Ende des 1. Jh. n. Chr. stammt, und den überwölbte Abwasserkanal aus Ziegeln, der einen Meter hoch ist, was auf die Bedeutung dieser Straße hindeutet.

Bei den Ausgrabungen konnte man auch Informationen zu anderen kulturellen Zeiten finden. Die verschiedenen Schichten belegen nämlich, dass die Stadt nach der Kaiserzeit langsam verlassen wurde. Erst Ende des 15. Jh. wurde die Gegend wieder belebt und vor allem auch der Kornspeicher der Gemeinde. Aus dieser Zeit hat man zahlreiche Reste und Mauern gefunden.

Öffnungszeiten

10:00 bis 13:30 Uhr und 18:00 bis 20:00 Uhr

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