Santiponce Itálica

Das Kulturerbe

Ein riesiges Vermächtnis, das es zu entdecken gilt

Das Gut San Pedro

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Ursprünglich handelte es sich bei diesem Gutshof um ein vom ursprünglichen Ortskern von El Saucejo abgelegenes landwirtschaftliches Gebäude. Ab dem 17. Jahrhundert wurde das Landgut von der Gesellschaft Jesu betrieben und nach der Vertreibung des Ordens durch Karl III. ging es in Privatbesitz über. Zum Gebäude gehören Wohnungen, eine Kapelle, zwei Mühlentürme und mehrere Wirtschaftsgebäude rund um einen Innenhof. Die Anlage stammt aus dem 18. Jahrhundert und wurde auf anderen, aus dem späten 16. Jahrhundert stammenden errichtet. Ausgenommen Haus und Kapelle befindet sich das Anwesen in baufälligem Zustand. 

Der Grundriss des Landgutes ist quadratisch. Die Baustruktur zeigt sich ländlich mit Mauerwerk, Ziegeln und Naturstein. Giebel-, Flach- und Ziegeldächer befinden sich auf einem hölzernen Dachstuhl. Hinter dem Hauseingang liegen die Wohnung und die Kapelle. Die kleine, viereckige Kapelle wird von einem Gewölbe abgeschlossen. Der Zugang erfolgt von der Vorhalle aus durch einen Rundbogen mit alten Holztüren, auf denen die Symbole des Heiligen Petrus zu erkennen sind. 

Der Kapelle gegenüber steht das Haus des Besitzers, dessen alte Räumlichkeiten noch teilweise erhalten sind. Hinter einem Korridor und nach dem Durchgang durch ein großes Tor gelangt man in den Hauptarbeitshof. Von hier aus besteht Zugang zu den einzelnen Räumen für die vorübergehende Unterbringung von Tagelöhnern, zu den Stallungen, den Schweineställen, Speicherräumen und der Mühle. Am reizvollsten ist die Mahlstube, die möglicherweise aus der Zeit vor dem 16. Jahrhundert stammt und ein rechteckiges Langhaus mit gotisch gestalteten Querbögen zeigt, die an die Gotik erinnert. 

Unter den vorhandenen Kunstgegenständen fallen das Altarbild der Kapelle aus dem 18. Jahrhundert und ein Weihwasserbecken aus rotem Jaspis auf. Es ist das architektonisch außergewöhnlichste Anwesen in der Gemeinde.

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