Santiponce Itálica

Das Kulturerbe

Ein riesiges Vermächtnis, das es zu entdecken gilt

Iglesia de Santiago

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Die Kirche, in die man durch einen Säulenhof gelangt, hat einen rechteckigen Grundriss mit drei Schiffen, die in vier Abschnitte unterteilt sind und von achteckigen Säulen mit Spitzbögen getrennt werden. Das Dach der Kirchenschiffe ist aus Holz. Das Mittelschiff hat eine Kassettendecke mit Mudéjar-Verzierungen, während die Seitenschiffe von Pultdächern bedeckt werden.

Die Kirche stammt aus dem XV. Jahrhundert und ist im gotisch-mudéjaren Stil gehalten, obwohl im XVII. und im XVIII. Jahrhundert mehrere Umbauten vorgenommen wurden, wie z. B. die Kapelle der Monteros, die an der rechten Wand offen und mit Stuckarbeiten aus dem Jahr 1630 verziert ist, und die Sakristei, die im zweiten Drittel des XVIII. Jahrhunderts von Páez de Carmona erneuert und ausgeschmückt wurde. Ebenfalls aus dem XVIII. Jahrhundert sind der Kapitelsaal und die Garderobe sowie die Tauf- und Sakramentskapelle.  

Im Inneren der Kirche sticht das Hauptretabel hervor, ein Werk aus dem zweiten Viertel des XVI. Jahrhunderts mit Malereien von Alejo Fernández und einer Gruppe von Skulpturen, die Santiago und Szenen aus der Passion darstellen. Dazu kommen weitere kleine Heiligenstatuen, die sich auf den Säulen zwischen den Gängen befinden. Die Ausstattung wird durch die Altarbilder der Seitenkapellen vervollständigt. Zu diesen gehören der von Pedro Roldán um 1685 geschnitzten Cristo de la Expiración und eine Gruppe von Bildern von Pedro de Campaña und dessen Werkstatt aus der Mitte des XVI. Jahrhunderts auf dem linken Seitenaltar, der Statue der Virgen de los Dolores aus dem XVIII. Jahrhundert sowie einem Relief der Verkündigung aus dem XVI. Jahrhundert, das sich auf dem rechten Seitenaltar befindet.

Im Außenbereich sticht der 50 Meter hohe Turm hervor, der nach dem Erdbeben von 1755 über den Überresten der vorherigen Bauwerke aus dem XV. und XVI. Jahrhundert gebaut wurde. Auf den Schaft aus Backstein folgen drei absteigende Körper und die Spitze einer kleinen Kuppel, die den Turm schlank und deutlich ansteigend wirken lässt. Die Verzierung kombiniert Ziegel, Steinelemente, bemalten Putz, blau glasierte Keramik, Pilaster, Estipite usw., wodurch ein polychromer Effekt entsteht, der einen Kontrast zu den Ziegeln des Schafts bildet.  

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