Santiponce Itálica

Das Kulturerbe

Ein riesiges Vermächtnis, das es zu entdecken gilt

Anwesen und Kulturzentrum La Almona

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Die Hacienda La Almona in Dos Hermanas war ein altes Gebäude, das einem für derartige Gebäude typischen Muster entsprach, zu dem unter anderem ein Haupthof, ein Oratorium, ein Turm, ein Wirtschaftshof, Öllagerschuppen, Ställe und Arbeiterwohnungen gehörten.

In diesem Fall waren nur die Überreste von zwei Höfen und zwei Lagerhallen für landwirtschaftliche Arbeiten erhalten. Die Räume dieser Lagerhallen sind durch Rundbögen begrenzt, die auf Säulen ruhen und die Besonderheit aufweisen, dass eine der Lagerhallen eine zweite Reihe von Bögen hat, die über den unteren liegen.

Unter den Hauptelementen sollte die alte Hauptfassade hervorgehoben werden, die zur Straße Real de Utrera hin offen ist und deren Portal einen breiten Rundbogen mit Gesimsen aufweist, die einem ähnlichen Schema folgen, wie dem, welches der Architekt Pedro de Silva bei seinen Portalen für die Kirche San Juan de Las Cabezas de San Juan verwendete. Und daneben befindet sich ein Baukörper, der von einem anmutigen Turm-Aussichtspunkt gekrönt wird, der ebenfalls von Rundbögen begrenzt wird.

Auf der gegenüberliegenden Seite, die an die Calle Mina grenzt, befindet sich ein zweiter Turm, der von einer auffälligen und interessanten Turmspitze mit Rippen und dekorativen Keramikelementen gekrönt wird, die sehr stark an die barocke Ornamentik des XVIII. Jahrhunderts erinnern.

Seit ewig ist bekannt, dass es hier ein großes Anwesen mit einer Olivenmühle und allem Zubehör gab; und wahrscheinlich wurde hier auch Seife hergestellt, wie in anderen Anwesen auch.

Im Laufe der Zeit wurde es weniger genutzt. 1921 wurde hier das Kavallerie-Regiment Alfonso XII. untergebracht. In dieser Zeit wurde auch eine öffentliche Schule auf dem dem großen Arbeitshof des Geländes gebaut. Diese Schule stürzte 1932 teilweise ein, woraufhin der Stadtrat den renommierten Architekten Juan Talavera y Heredia mit dem Projekt einer neuen Schulgruppe beauftragte, der es 1933 vorstellte. Der Rest des Grundstücks wurde an Privatpersonen für den Bau von neuen Gebäuden verkauft.

Kulturzentrum La Almona

Gegenwärtig gibt es, mit Zugang durch die Fußgängerzone La Mina, ein neues Kulturzentrum, das La Almona heißt.

Es ist ein sehr modernes Gebäude, das sich über den Ruinen des alten Geländes erhebt und jetzt für Ausstellungsräume und andere kulturelle Veranstaltungen verschiedener Art genutzt wird.

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