Santiponce Itálica

Das Kulturerbe

Ein riesiges Vermächtnis, das es zu entdecken gilt

Burg Cote

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Die beeindruckende gotische Burg von Cote wurde Ende des 13. Jahrhunderts im Auftrag von Alfonso X. erbaut und 1297 zusammen mit Morón dem Militärorden von Alcántara übergeben, was die Schaffung einer sog. Encomienda in der Gegend bedeutete.

Die Burg von Cote bildete eine Befestigungslinie der sogenannten Banda Morisca mit den Türmen von Lopera und El Bollo und mit den Burgen von Morón, Aguzaderas und El Coronil.

Die Befestigungsanlage von Cote besteht aus zwei konzentrischen, ummauerten Arealen. Das äußere der beiden grenzte auf einer Höhe von etwa 300 Metern das mittelalterliche Dorf ab, das höher gelegene schützte die Burg. Sowohl in der Burg als auch auf dem Dorfgelände finden sich Hinweise auf Lebensraum, Wohnstätten und reichhaltiges archäologisches Material, insbesondere Keramik. Der Turm erhebt sich auf dem oberen, horizontalen Plateau, wenn auch mit einer Neigung, die die Annäherung und den Zugang ermöglicht, und ist von einer unregelmäßigen Mauer, die mächtiger ist als die Dorfmauer, umgeben, wobei man seine Geometrie und Konstruktion anhand der noch erhaltenen Reste erkennen kann. Die Turmkapelle wurde als tetrabsidaler Turm katalogisiert und ist in der Architektur der Iberischen Halbinsel einzigartig. Der Grundriss ist viereckig, ein zentrales Quadrat, an das vier Apsiden angefügt wurden. Der Mittelraum wird von einem Kreuzrippengewölbe überdeckt, dessen Kreuzgratgewölbe durch Kreuzbögen verdeckt sind. 

Kürzlich wurden Arbeiten zur Konsolidierung der Burgmauer, zur Identifizierung und Beschilderung sowie zur Schaffung, Verbesserung und Anpassung eines Zugangsweges durchgeführt.

Die Landschaft der Cote wurde zum Kulturgut in Andalusien erklärt.

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