Santiponce Itálica

Das Kulturerbe

Ein riesiges Vermächtnis, das es zu entdecken gilt

Kapelle Nuestra Señora de Setefilla

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Die Kapelle befindet sich ganz in der Nähe der Burg von Setefilla, einer maurischen Festung auf einer Hochebene mit demselben Namen, die von Alfons X. Septefilia oder Sitre Fillas genannt wurde.

Es handelt sich um ein großes und elegantes Gebäude im Mudejarstil des 15. Jahrhunderts, das im 18. Jh. wieder aufgebaut wurde. Eine der bedeutendsten Restaurierungsarbeiten führte man 1709 durch, nachdem die Kapelle durch einen Orkan zerstört worden war. Die Kapelle ist der Schutzpatronin des Ortes geweiht, von dem sie 12 Kilometer entfernt ist.

Das Gotteshaus besteht aus drei Schiffen, die durch Säulen voneinander getrennt werden und mit einer Holzstruktur überdacht sind. In der Hauptkapelle gibt es einen Abschnitt, der mit einer Kuppel auf Bogenzwickeln überwölbt ist und einen anderen Abschnitt mit einem Tonnengewölbe mit Lünetten, der über eine umfangreiche und mehrfarbige barocke Stuckdekoration verfügt. Es gibt zwei Eingangsportale, über die man die Kirche betreten kann, das eine befindet sich am Fuße des Gebäudes und das andere im Schiff der Episteln. Es sind beides moderne Arbeiten genau wie der Säulengang, der rings um das Gebäude herum angebracht wurde. Die Kirche verfügt an drei Seiten über einen großen Vorbau mit Säulen, auf denen Rundbögen ruhen, und mit Strebepfeilern an den Seiten und im hinteren Bereich.

Der Hochaltar ist eine Arbeit aus dem Jahre 1730 mit nur einem horizontalen Abschnitt und Estipitsäulen und salomonischen Säulen. Oben schließt er in einer Attika ab. An diesem findet man die Figur der Jungfrau von Setefilla, bei der es sich um eine treue Kopie der spätgotischen Figur handelt – im Stile der zur Zeit des Königs Ferdinand VII. üblich war – da die Originalfigur bei den Ereignissen von 1936 zerstört wurde. Neben dieser Figur, der die Kapelle geweiht ist, findet man an dem Hochaltar auch eine Skulptur der heiligen Maria von Ägypten und eine Josef-Skulptur.

Eine Skulptur des heiligen Antonius von Padua aus der Zeit vom Ende des 17. Jh. befindet sich an dem Altaraufsatz, der einst an der linken Seite stand, heute aber am Fuße desselben Schiffes zu finden ist. An den Wänden der Kirche kann man eine Sammlung von Ehrenauszeichnungen (Vitor) aus dem 18., 19. und 20. Jh. sehen und eine Reihe von Votivbildern in der kleinen Seitenkapelle.

Öffnungszeiten

Von 9:00 bis 13:00 und von 18:00 bis 21:00 Uhr.

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